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Sachverständigenrat fordert: einheitliche Krankenversicherung für alle

Zur heutigen Vorstellung des Sachverständigenratsberichts 2004/2005 erklärt Biggi Bender, gesundheitspolitische Sprecherin:

Wir begrüßen, dass auch der Sachverständigenrat das Nebeneinander von gesetzlicher und privater Krankenversicherung abschaffen will. Seiner Schlussfolgerung, eine einheitliche Versicherung für alle Bürger und Bürgerinnen vorzuschlagen, stimmen wir zu. Ebenfalls unterstützen wir das Ziel, die Krankenversicherung von den Arbeitskosten abzukoppeln.

Die vorgeschlagene Bürgerprämie überzeugt jedoch nicht. Prämienmodelle mögen in der ökonomischen Theorie eine einleuchtende Lösung sein. In der Praxis sieht dies jedoch, wie das Beispiel Schweiz anschaulich verdeutlicht, völlig anders aus.

Im Gegensatz zu den Vorschlägen der Unionsparteien erfüllt das von uns vorgeschlagene Bürgerversicherungsmodell die Grundprämisse des Sachverständigenrats: Alle Bürger und Bürgerinnen werden in einem einheitlichen Krankenversicherungssystem versichert. Das jüngst verabschiedete „Wolpertinger“-Modell der Union hat mit dem Vorschlag des Sachverständigenrats außer dem Begriff Prämie kaum etwas gemeinsam. Dies macht deutlich, welch große Distanz bereits zwischen Theorie und politischer Beschlussfassung liegen - von der Umsetzung in die Praxis ganz zu schweigen.

 

 

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