PRESSEMITTEILUNG NR. 213/2003Datum: 7.4.2003 "Gesunde Kinder" brauchen eine "Gesunde Umwelt", "Gesunde Ernährung"und "Gesunde Bewegung" Zum Weltgesundheitstag 2003 mit dem Motto "Gesunde Umwelt – gesundeKinder" erklären Biggi Bender, gesundheitspolitische Sprecherin, EkinDeligöz, kinder- und familienpolitische Sprecherin, Ulrike Höfkenverbraucherpolitische Sprecherin und Dr. Antje Vogel-Sperl,Berichterstatterin für Umwelt und Gesundheit: Kinder- und JugendärztInnen schlagen Alarm:30-40 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Deutschland leiden anAllergien oder chronischen Krankheiten. Immunschwächen sind auf demVormarsch. Zudem leiden Kinder und Jugendliche immer häufiger anÜbergewicht, Hypermotorik und Konzentrationsstörungen. Des weiterenist eine Verschlechterung der motorischen, sprachlichen und geistigenFähigkeiten festzustellen. Die Ursachen: Vor allem Umweltbelastungenund falschen Lebensgewohnheiten.Bewegung, Spiel und Sport fördern nicht nur die motorischen, sondernauch die geistigen Fähigkeiten von Kindern. Wir fordern die Elternauf, ihre Kinder für Bewegung zu begeistern und das bewegte Spiel imFreien zu fördern. Sportvereine können mit Angeboten des (Klein)Kinderturnens Spaß und Interesse an Sport und Bewegung schaffen.Kommunen und Länder sind aufgefordert in Kindergärten und SchulenBewegungsorte und –angebote anzubieten. Sportliche Aktivität in undaußerhalb von Vereinen ist Gesundheitsprävention im positiven Sinn.Durch das gedachte Präventionsgesetz wollen wir diese Aktivitätenstärken und unterstützen. Kinder sind "auf Nasenhöhe" oft höheren Konzentrationen vonLuftschadstoffen wie Ozon, Kohlendioxid oder krebserregendenRußpartikeln aus Fahrzeugabgasen ausgesetzt.Schadstoffe in alltäglichen Gebrauchsgegenständen, die nichtausreichend auf ihre Gefährlichkeiten geprüft sind, Lärmbelastung,Passivrauchen und die noch ungeklärten Folgen elektromagnetischerStrahlen belasten Kinder und Jugendliche zudem.Wir setzen uns dafür ein, dass Chemikalien, die neu in die Umweltgebracht werden oder alte Stoffe, die noch nicht risikoüberprüftwurden, ausreichend auf ihre Umwelt- und Gesundheitsverträglichkeitgetestet werden. Die Schadstoffgrenzwerte und die entsprechendenPrüfverfahren müssen hinsichtlich spezieller Dosis-Wirkungsbeziehungenbei Kindern beachtet werden. Das Aktionsprogramm Umwelt und Gesundheitder rot-grünen Bundesregierung hat bereits erste Erfolge bei derVerbesserung des gesundheitsbezogenen Umweltschutzes und derRisikovorsorge gezeigt. Es muss weiterentwickelt und noch mehr auf diebesonderen Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen zugeschnittenwerden. Mit dem Aktionsprogramm Umwelt und Gesundheit und verschiedenenKampagnen zur Förderung von Sport und Bewegung sowie gesundenErnährungsverhaltens bei Kindern und Jugendlichen haben wir das ThemaKinder und Ernährung zu einem Schwerpunktthema unserer Gesundheits-und Verbraucherpolitik gemacht. In Ergänzung der Kampagnen "Fit Kid","Talking Food" und "Fünf am Tag" wird unter Federführung derVerbraucherschutzministerin Renate Künast am 8. Juli 2003 ein Kongress"Kinder und Ernährung" stattfinden. Die von der rot-grünenBundesregierung für die neuen Ganztagsschulen bereitgestelltenFinanzmittel können unter anderem für die Einrichtung von Schulküchenzur gesunden Ernährung von Kinder genutzt werden.
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