[ home ] [ spenden ] [ presse ] [ impressum ]

Neue Impulse im Gesundheitswesen

Wenn wir künftig noch eine hoch entwickelte Gesundheitsversorgung und bezahlbare Beitragssätze haben wollen, werden wir in unserem Gesundheitswesen einiges ändern müssen. Es braucht mehr Wirtschaftlichkeit und mehr Qualität. Denn das Geld fließt nicht immer dorthin, wo es wirklich gebraucht wird.

Fünf Ansatzpunkte, mit denen wir die Kosten in den Griff bekommen und die Leistungen verbessern werden:

1. Patient im Mittelpunkt
Wir werden die aktive Rolle der Versicherten und Patienten auf allen Ebenen stärken. In einer Patienten-Charta fassen wir die Rechte der Patienten verständlich zusammen und machen sie für alle Versicherten und Patienten zugänglich. Mit den neuen Patientenquittungen kann jeder nachvollziehen, welche Leistungen in seinem Namen abgerechnet werden.

2. Preiswertere Arzneimittel
Die Krankenkassen werden künftig Rabatte für ihre Patienten bei den Arzneimittelherstellern aushandeln können. Das ist in anderen Ländern gang und gäbe und kann erhebliche Einsparungen bringen. Schon bei der Zulassung von Arzneimitteln könnte darüber hinaus geprüft werden, ob Kosten und Nutzen in einem vernünftigen Verhältnis stehen. Das brächte das Aus für viele Pseudo-Innovationen.

3. Mehr Wettbewerb
Wir wollen mehr Wettbewerb zwischen den Anbietern, also Ärzten und Krankenhäusern, und mehr Wettbewerb zwischen den Krankenkassen. Bonusmodelle weisen den Weg. Weiter wollen wir Direktverträge zwischen Kassen und innovativen Anbietern ermöglichen. Anders sind Angebotskartelle in unserem Gesundheitswesen kaum aufzubrechen. Mehr Wettbewerb bringt eine größere Angebotsvielfalt und mehr Wahlmöglichkeiten für die Versicherten.

4. Weniger Verschwendung
Möglichkeiten dazu gibt es genug. Überdiagnostik und Doppelbehandlungen müssen nicht sein. Im Zweifel ist es besser, zunächst zum Hausarzt zu gehen, der bei Bedarf zu einem Facharzt überweist. So wird der Hausarzt zum Lotsen durch das Gesundheitswesen.
Neben niedergelassenen Ärzten wollen wir auch Gesundheitszentren zur vertragsärztlichen Versorgung zulassen. Sie bieten zahlreiche ärztliche Leistungen unter einem Dach - praktisch und kostengünstig. Kassenärztliche Vereinigungen können zusammengelegt werden, Krankenkassen werden fusionieren - das spart Verwaltungskosten. Doch die Vielfalt muss bleiben.

5. Bessere Qualitätssicherung
Medizinische Innovationen müssen ihre Wirksamkeit unter Beweis stellen. Dazu möchte Ministerin Schmidt ein "Deutsches Zentrum für Qualität in der Medizin” schaffen. Ob es gleich eine neue Institution sein muss, werden wir sehen - das Anliegen ist auf jeden Fall berechtigt. Dem gleichen Ziel dient eine Fortbildungspflicht für Ärzte. Auch mit systematischem Qualitätsmanagement in den Arztpraxen lässt sich vieles verbessern. Doch vor allem kommt es auf gut informierte, selbstbewusste Patienten an.

 

 

top ] [ druckversion ] [ barrierefrei ] [ home ] [ hilfe ] [ mail ]

g r ü n e   t h e m e n

> Themen
> Rente und Soziales

g r u n d s ä t z l i c h e s

> Gesundheitsreform
> Koalitionsvertrag
> Grundsatzprogramm
> Wörlitzer Erklärung (*.pdf)

Bild Biggi Bender