Drogenbeauftrage kuschelt mit der Alkoholindustrie

PRESSEMITTEILUNG vom 20.09.2013

Zur Antwort des Bundesgesundheitsministeriums auf ihre Schriftliche Frage zur Unterstützung einer Aktion der Spirituosen-Industrie durch die Drogenbeauftragten Dyckmans erklärt Biggi Bender, Sprecherin für Gesundheitspolitik:

Frau Dyckmans und das FDP-geführte Gesundheitsministerium sind davon überzeugt, dass die Spirituosen-Industrie der richtige Kooperationspartner für Alkoholpräventionsangebote in Schulen ist - das gleicht dem Versuch, den Teufel mit dem Beelzebub auszutreiben. Die Drogenbeauftragte und das Gesundheitsministerium ignorieren den fachlichen Standard, dass Hersteller von legalen Drogen nicht in Präventionsangeboten vor Ort eingebunden sein sollen. Das ist unverantwortlich, da die Aktion der Spirituosen-Industrie das Ziel hat, das Image der Alkoholindustrie zu verbessern.

Eine solche Aktion zu unterstützen, ist symptomatisch für den falschen Ansatz, den Schwarz-Gelb in allen Bereichen der Prävention verfolgt. In dieser Tradition unterstützt Frau Dyckmans die Alkoholindustrie und deren Setzen auf die Verhaltensprävention. Wohl wissend, dass sich dadurch kein nennenswerter Konsumrückgang bei Jugendlichen einstellen wird, da die Nachhaltigkeit solcher Aktionen gegen Null geht.

Die Antwort der Bundesregierung im vollen Wortlaut

Schriftliche Fragen ...

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