Reisebericht einer Teilnehmerin, erschienen am 24.05.2007 im Amtsblatt Remseck

Berlinreise

48 Teilnehmer aus der Region Stuttgart besuchten auf Einladung der Bundestagsabgeordneten Biggi Bender 4 Tage lang, von Mittwochfrüh bis Samstagabend, Berlin.
Ein dicht gedrängtes Besuchsprogramm bot viele Denkanstöße und Möglichkeiten, sich mit aktuellen Fragen auseinander zu setzen. 
So erläuterte ein Referent des Bundesgesundheitsministeriums die Gesundheitsreform, im Wirtschaftsministerium bot sich die Möglichkeit, den für  Mittelstand zuständigen Ministerialrat ausgiebig zu befragen. Malte Spitz vom Bundesvorstand der Grünen stand zu allen Fragen rund um die Organisation von Bündnis 90/ der Grünen, der Arbeit und Politik der Grünen allgemein zur Verfügung. 
Biggi Bender selbst beantwortete souverän alle ihr gestellten Fragen: Sie nahm Stellung zu den Tornadoeinsätzen der Bundeswehr, erläuterte ihre Position in der Gesundheitspolitik und beantwortete auch persönliche Fragen, wie die nach ihrem Tagesablauf und der Vereinbarkeit von Politik und Familien - /Freundesleben.
Aber nicht nur die vielen politischen Gespräche waren interessant. Auch das vom Bundespresseamt organisierte Besichtigungsprogramm war vom Feinsten. Neben einer 3-stündigen informativen Stadtrundfahrt waren die Besichtigung des Museums der Berliner Mauer an der Bernauer Straße, das Stasi-Museum, die Besichtigung der Reichstagskuppel und des Abgeordnetenhauses sowie der Besuch einer Plenarsaaldebatte echte Highlights.
Dass im Plenum dann ausgerechnet eine Debatte zum Thema Gentechnik mit verschiedenen Anträgen stattfand, betrachteten wir als besonderen Glücksfall. Entsetzt waren wir jedoch, als wir hörten, dass ausgerechnet auf dem Gelände, auf dem sich die Gendatenbank befindet – in Gatersleben – gentechnisch veränderte Pflanzen ausgepflanzt werden sollen. Ein Antrag der Grünen, der dies verhindern wollte, wurde von CDU und FDP abgelehnt.
An jeder Straßenecke findet sich Interessantes und Sehenswertes: erwähnen will ich nur noch das Holocaust-Denkmal mit den Stelen und das zugehörige Dokumentationszentrum, die Gedächtniskirche oder das Museum am Check Point Charlie, das an gefährliche Fluchten aus der DDR erinnert.
Berlin ist inzwischen – allerdings zum Preis einer hohen Verschuldung und mit viel Steuergeld  – eine beeindruckend sanierte und renovierte Stadt mit absolut hochwertiger Architektur, die vor Neid erblassen lässt. Auf alle Fälle aber ist Berlin – wie das Sprichwort sagt –  eine Reise wert! Wir Teilnehmer haben viele wertvolle Anregungen und Einblicke erhalten und können Ihnen nur ebenfalls empfehlen: Fahren Sie einmal hin!