Die FDP auf dem Weg zur Privatisierung des Altersrisikos

Die FDP will den Beitragssatz dauerhaft auf unter 18 Prozent senken und im Gegenzug die private Vorsorge schneller ausbauen. Derzeit müsste die Rentenversicherung auf einer solchen Basis rund 15 Mrd. Euro sparen.

Die FDP will den Bundeszuschuss für Zeiten der Kindererziehung verwenden, um damit für Eltern eine durch Kapital gedeckte Kinderrente aufzubauen. Der Rentenversicherung würden dann zusätzlich rund 12 Mrd. Euro fehlen. 5 Mrd. Euro bräuchte man für die abschlagfreie Rente nach 45 Jahren, die auch die FDP fordert. Insgesamt also 32 Mrd. Euro. Dies entspräche einer Senkung der Renten um rund 16 Prozent. Für eineN durchschnittlicheN RentnerIn wären das 160 Euro im Monat.

Aus Sicht der FDP ist der Schutz vor Armut in der gesetzlichen Rentenversicherung vollkommen entbehrlich. Pauschal sollen die BürgerInnen in Zukunft die Hälfte ihres Alterseinkommens aus privater Vorsorge und die andere Hälfte ihres Alterseinkommens aus der Gesetzlichen Rentenversicherung beziehen. Die FDP will die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung abschaffen.

Schutz vor Altersarmut gibt es dann nicht mehr, und die Renten werden stark gekürzt – soziale Sicherheit im Alter gibt es bei der FDP dann nur noch für die, die sie sich von jeher haben leisten können.