Kopfrettungspauschale -
„Gesundheits-Kombi“ von Minister Rösler ist intransparent, bürokratisch und ungerecht

Röslers Reformmodell hat nur einen Zweck: Seinen eigenen Kopf zu retten. Denn er hat sein politisches Überleben von der Durchsetzung der Kopfpauschale abhängig gemacht. Nach großen Versprechen, die er nicht erfüllen kann, hat er nun einen Vorschlag vorgelegt, der – da kann man der CSU nur zustimmen – an Kompliziertheit kaum zu übertreffen ist. Zu einer nachhaltigeren Finanzierung trägt das Modell nichts bei. Geringverdiener und z.B. die Durchschnittsrentnerin werden massiv belastet.

Die Pläne von Rösler

Nach Zeitungsberichten umfasst das Reformkonzept folgende Eckpunkte:

Die grüne Bewertung

Die grüne Alternative

Das Prinzip der Gesetzlichen Krankenversicherung heißt: „Jede und Jeder zahlt nach Leistungsfähigkeit, Jede und Jeder erhält nach Bedarf.“ Damit ist sie eindeutig die Sozialversicherung mit dem stärksten Solidarmoment. Keine Frage - sie hat Gerechtigkeitsdefizite. Besserverdienende können sich in der Privaten Krankenversicherung versichern und sich damit dem Solidarausgleich entziehen. Kapitaleinkommen sind im Regelfall nicht beitragspflichtig, die Beiträge auf Löhne sind damit unnötig hoch. Diese und weitere Defizite lassen sich beheben. Wir zeigen mit der grünen Bürgerversicherung auf, wie diese bewährte, leistungsfähige und von der Bevölkerung anerkannte Krankenversicherung weiterentwickelt werden kann. Das ist der richtige Weg – die Vorschläge der Regierung führen auf den Holzweg.