Der Union fehlt ein gesundheitspolitisches Gesamtkonzept
- Die Union macht keine Aussagen zur Zukunft der gesetzlichen Krankenversicherung.
- Die private Krankenversicherung erhält eine Bestandsgarantie, das heißt, die 8,5 Millionen Privatversicherten haben auch weiterhin die Freiheit, sich nicht am Solidarausgleich beteiligen zu müssen.
- Laut der Union hat sich die bestehende Krankenhausfinanzierung bewährt.
- In der Prävention und Gesundheitsförderung will die Union lediglich mehr Kooperation und Zielorientierung. Als weitere Instrumente werden Bonus-Modelle, Wahl- und Selbstbehalttarife genannt.
Was man sich einhandeln würde:
- Es gibt kein Konzept für die Zukunft der solidarischen Krankenversicherung und dazu, wie das Milliardendefizit des Gesundheitsfonds ausgeglichen werden soll.
- Eine Lösung zur Zukunft der drohenden Zusatzbeiträge, die von den meisten Kassen in den kommenden Jahren erhoben werden müssen, ist nicht in Sicht.
- Prävention und Gesundheitsförderung sollen zu einem Wettbewerbsinstrument der Krankenkassen gemacht werden. Dabei lässt die Union völlig außer Acht, dass Prävention und Gesundheitsförderung einen Beitrag zur Reduzierung sozial bedingter Ungleichheit von Gesundheitschancen leisten sollen. Dieser Ansatz eignet sich nicht für einen Wettbewerb in der Krankenversicherung.
- Die Union unterstützt vor allem diejenigen, denen es um Besitzstandswahrung geht und die sich innovativen Ansätzen (z.B. neue Versorgungsmodelle) verschließen.

