„Harte Drogen“ – Stärkung der Überlebenshilfe und Schadensminimierung
Mit der Stärkung der Überlebenshilfe und Schadensminimierung haben wir bei den harten Drogen eine Politikwende vollbracht. Seitdem sinkt die Zahl der Drogentoten kontinuierlich:
- Es gibt endlich eine rechtliche Absicherung für Mitarbeitende in Drogenkonsumräumen, die Überlebenshilfe für gesundheitlich verelendete langjährige Heroinabhängige leisten.
- Das Modellprojekt heroingestützte Behandlung nähert sich seinem Ende. Ziel ist die Zulassung von Heroin als Arzneimittel, um langfristig für Schwerstabhängige, bei denen eine Methadonsubstitution (noch) nicht in Frage kommt, eine Behandlung anbieten zu können.
- Die Substitutionsbehandlung mit Methadon oder anderen zur Substitution geeigneten Mitteln ist, dank unserer Bemühungen, als wichtiger Bestandteil der Behandlung Opiatabhängiger mittlerweile unbestritten. Seit Oktober 2002 kann nun bei allen Abhängigen eine von den Krankenkassen zu finanzierende Substitutionstherapie aufgenommen werden. Bis zu diesem Zeitpunkt musste zusätzlich eine schwere Erkrankung (z.B. HIV oder Hepatitis C) vorliegen. Voraussetzung ist eine begleitende psychosoziale Beratung (diese muss von Kommunen bzw. Kreisen finanziert werden).

